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Taktik "Schutz russischsprachiger Bevölkerung"

11.12.1994

Taktik "Schutz russischsprachiger Bevölkerung"

1994 beginnt Russland zum ersten mal (aber lange nicht zum letzten) mit der Umsetzung der Taktik “Schutz der russischsprachigen Bevölkerung” auf fremdem Territorium. Sie spricht vom Völkermord der russischen Bevölkerung in Tschetschenien und bezeichnet ihren Eingriff als “Maßnahme zur Aufrechterhaltung der verfassungsmäßigen Ordnung”.

Am 11. Dezember 1994 beginnt der erste russisch-tschetschenische Krieg. Ursache des Konflikts ist der Wunsch Russlands, die tschetschenische Republik Itschkeria zu annektieren.Die neu gegründete Russische Föderation erkennt de jure die Unabhängigkeit der Republik Tschetschenien nicht an. Dank eines 1990 in der UdSSR verabschiedeten Gesetztes über die Gleichberechtigung der Union und der autonomen Republiken konnte die Tschetschenische Republik Itschkeria jedoch ihr verfassungsmäßiges Recht auf Loslösung von der UdSSR unter Einhaltung aller Rechtsformen und der Verfassung der UdSSR ausüben. Es wurde somit ein legitimer unabhängiger Staat und teilweise anerkannt. Daher kann Russlands aggressiver Angriff auf die Tschetschenische Republik als ein Akt der Aggression gegen einen unabhängigen Staat und als Verletzung des Völkerrechts angesehen werden.

Die russische Seite der tschetschenischen Regierung wirft der Opposition unter der Führung von Dschochar Dudajew vor, den Konflikt eskalieren zu lassen, trotz dessen ständiger Vorschläge, einen Verhandlungsprozess abzuhalten.

Der Erste Tschetschenienkrieg war einer der größten bewaffneten Konflikte der jüngeren Geschichte, und die Schlacht von Grosny war die größte Schlacht in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

In dem Wissen, dass Dudayevs Truppen keine Luftverteidigung haben, setzt Russland aktive seine eigenen Flugzeuge ein und zerstört effektiv die Stadt Grosny, die Hauptstadt von Itschkeria und die Stadt Argun. Diese Taktik werden die Truppen der Föderation zukünftig in allen ihren militärischen Interventionen anwenden.

Infolge von Kämpfen werden viele tschetschenische Siedlungen der Erdboden gleichgemacht. Etwa 120.000 Tschetschener sterben. Viele davon Kinder. Weitere 200.000 werden verletzt und fast die Hälfte der tschetschenischen Bevölkerung wird zu Flüchtlingen.

Dieser endet im Sommer 1996 mit dem “Friedensvertrag” in Khasavyurt, aber tatsächlich - der Kapitulation Moskaus. Die russische Armee verliert in diesem Krieg etwa 15.000 Soldaten (nach inoffiziellen Angaben - 50.000), 2-3.000 Soldaten kehren als körperlich Behinderte zurück. Die genauen Verluste des tschetschenischen Volkes werden nie gezählt.